Dazwischen – Eine kurios-philosophische Suche nach dem Gottmenschen 2

Alexander Graeff dringt an unbequemen Lücken in die abendländische Kulturgeschichte ein und zeigt, dass es nicht-duale Vorstellungen von Gott und der Welt genauso gegeben hat wie die dualen, die descartschen. Gewiss sind diese Vorstellungen marginal, aber sie können gerufen werden! Graeff philosophiert nicht nur, er meditiert, ruft herab und heraus: Sein Geist ist die Figur des Gottmenschen, den niemand wirklich zu kennen scheint und doch aus den allzu klaffenden Lücken abendländischer Kultur herausstarrt. Graeffs literarischer Blick auf diese Figur ist schief, surreal, doch die Ergebnisse höchst zukunftsfähig!

 

Ich tat mich zunächst ein wenig schwer,

Eines der wichtigsten Bücher der letzten Jahre.

konzentriert durch das Werk zu gehen und kam daher recht gemächlich voran. Geschuldet ist das dem Inhalt, diesem zwar subjektiven aber doch hoch interessanten Erguss Gräff’scher Meditation. Der Schein trügt, betrachtet man den geringen Umfang. So wenige Seiten zwischen den Buchdeckeln vorhanden sind, so schwer wiegt der Inhalt. Nach einem halben Jahr dürfte es für mich an der Zeit sein, ein kleines Fazit zu versuchen.

Die Sprache ist für mein Empfinden überraschend zugänglich gestaltet und wesentlich ansprechender als beispielsweise in „Manifest der okkulten Kunst“ oder „Ars Occulta“. Der Autor zieht den eher negativ belasteten Begriff des Gottmenschen von seinem angestaubtem Sockel und wirft ihn in den Strom menschlicher Entwicklung. Ich mag mich nicht in intensiven Lobeshymnen ergehen, wiederholen was vorhergehende Rezensoren (siehe Link zu Amazon) so schön beschrieben haben und sage einfach: jeder Mensch sollte dieses Buch lesen!
Ich übertreibe nicht wenn ich behaupte, dass es mir wichtige Fragen aufgeworfen und zugleich auch einige lange mitgeführte verworfen hat.

http://www.amazon.de/Dazwischen-Eine-kurios-philosophische-Suche-Gottmenschen/dp/3933321743/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1302943307&sr=8-1

Link zum Autor: alexander-graeff.de

2 thoughts on “Dazwischen – Eine kurios-philosophische Suche nach dem Gottmenschen

  1. Reply Erhan Jun 10,2011 20:33

    Hey Wo ist denn der like Button? 🙂

Leave a Reply

  

  

  

*